-----------------------------------------------------------
Durch "Anklicken" mit dem Mauszeiger koennen die einzelnen Kapitel angewaehlt werden.
1.-
Zulaessiger
Spannungsfall
1.2 Berechnung
des Spannungfalls
1.3 Besonderheiten beim Spannungsfall
1.4 Zuordnung Querschnitt der Leitung-Leitungslaenge-Sicherung
2.1 Leitungsmaterial
Verlegungsart Spannungsfall Kurzschluss Verlegung
2.6 Selektivitaet
3.. Zaehleranordnung
4.- Verbindungsleitung vom Zaehler zu den Verteilern
5.1 mit dem Zaehler gemeinsam; 5.2 Installationskleinverteiler
5.3 Freischalten 5.4 Schaltvermoegen von LS-Schaltern
6.- Ueberstromschutzeinrichtungen im Stromkreisverteiler
6.1 Licht-Stromkreise 6.2 Geraetestromkreise
6.3 Schmelzsicherungen; Kriterien, Kennlinie
6.3.2 Selektivitaet von Schmelzsicherungen
6.3.3 Selektivitaet zwischen Leitungs-Schutzschalter und Schmelzsicherung
8.- Selektivitaet zwischen LS und Schmelzsicherungen
9.- Praxis
9.1 feuersichere Trennung 9.2 Zugaenglichkeit 9.3 Spannungsverschleppung
9.4 Schutzarten von Betriebsmittel 9.5 Schutzklassen
11.1 Anlagenerde 11.3. Regeln
Installationspraxis
Zulaessiger Spannungsfall in % der Nennspannung
1.1
--- Nach den Technische Anschlussbedingungen (TAB) bis 100 kVA Nenn-Scheinleistung sind 0,5 % vom Hausanschlusskasten HA bis zum Zaehler maximal zulaessig.
--- TAB---- von 100 - 250 kVA, 1%
--- nach DIN 18015 Teil 1, 3 % Zaehler bis Verbraucher
--- DIN VDE 0100 Teil 520, 4 % insgesamt
Beispiel: Sicherung (F) = 16A, Verlegeart C, 1,5 mm2
Leiterquerschnitt,
U
= 1,5 % (alte Norm), 3 % (neue Norm)
|
|
|
|
L = 8,7 m (max. Leiterlaenge) |
L = 17,4 m |
1.2 Berechnung des
Spannungsfalls
mit dem Nennstrom der vorgeschalteten Sicherung nach AVBEL +V und VDE 0100.(Allgemeine Versorgungs-Bedingung Elektrizitaetsversorgung), kann mit den folgenden Formeln gerechnet werden.
Drehstrom:

Werte: Querschnitt S = 1,5 mm2 ; Material Kupfer (56), Sicherung 16 A; Es wird angenommen, dass nur Ohmsche Widerstaende im Verbrauchskreis vorhanden sind.
P wir in Watt eingesetzt
Der maximale Nennstrom der Anlage ist mit der obigen Formel berechenbar.
Wechselstrom:


Als Laenge wird hier die einfache Laenge eingesetzt!
- Liegt die Verteilung sehr dicht am Zaehler, braucht die Verbindungsleitung nicht beruecksichtigt zu werden. Der Querschnitt sollte aber gross genug gewaehlt werden ( 10 bis 16 mm2).
- Ist die Entfernung Zaehler Verteilung gross muss der Spannungsverlust berechnet werden. Es muss also ein genuegend grosser Querschnitt gewaehlt werden.
Ist die Groesse (Leistung) des Verbrauchers genau bekannt, kann aus wirtschaftlichen Gruenden mit dieser Leistung gerechnet werden.

In der Abbildung ist der Sachverhalt dargestellt.
HA = Hausanschlusskasten
P1 = Drehstromzaehler Schaltung 4000
X1 = Hauptleitungs-Abzweigklemmen
X2 = Abgangsklemmen
X3 = Verteilung
R = Verbraucher, Ra = Anlagen-Erde
1.4 Tabellenform und oder Diagramm fuer die Zuordnung Querschnitt der Leitung aus Kupfer und der Leitungslaenge sowie der Sicherung
|
Querschnitt, S in mm2 |
Fuse A |
Drehstrom
|
Drehstrom
|
Wechselstrom
|
|---|---|---|---|---|
|
1,5 |
10 |
- |
58,3 |
29 |
|
2,5 |
20 |
- |
48,6 |
24,2 |
|
4 |
32 |
- |
48,6 |
24,2 |
|
6 |
35 |
- |
66,6 |
33,1 |
|
10 |
50 |
13 |
77,7 |
- |
|
16 |
63 |
16,5 |
88,7 |
- |
|
25 |
80 |
20,2 |
121,4 |
- |
|
35 |
100 |
22,7 |
136 |
- |
Diagrammform : zulaessiger Spannungsabfall


Im Diagramm kann fuer die verschiedenen Querschnitte und Stromstaerken der prozentuale Spannungsverlust abgelesen werden.
Aufgabe erstelle ein Diagramm fuer: 1,5 mm2 und die Stromstaerken: 10,16, 20 A und fuer: 2,5 mm2 und die Stromstaerken: 16, 20, 25 A.
Aufgabe Zeichne: HA, Zaehler 4000, Verteilung, Unterverteilung
Entfernungen: HA-Zaehler 15 m; Zaehler-Verteilung 0,2 m; Verteilung-Unterverteilung 12 m
Gebe die Querschnitte, Sicherungsgroessen und den prozentualen Spannungsverlust in der Zeichnung an.
---------------------------------------------------------------------
2. Hausanschlusskasten HA
- Anordnung des HA erfolgt nach DIN 18015 Teil 1 in leicht zugaenglichen Raeumen.
- Die Hauptleitung , nach VDE 0100 Teil 540 als Drehstromleitung,4-adrig ausgelegt, wird in einfachen Wohngebaeuden verlegt. Eine 5-adrig Leitung wird in groesseren Wohngebaeuden, in Buero mit informationstechnischen Geraeten, verlegt.
- In Grossbauten wird anstelle Hauptleitungssystem ein Stromschienensystem verwendet.
- Die Dimensionierung der Leitungen und Geraete nach: Leistungsbedarf, Verlegeart, Erwaermung, Leitmaterial, Spannungsfall, Isolierung, Selektivitaet, Art der Last, Kurzschlussfestigkeit.
Leistungsstufen (DIN 18015 1984: Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus)
-- Einfamilienhaus: S = 53 kVA, Hauptsicherung F = mindestens 63 A
-- Mehrfamilienhaus: S= 63 kVA, F = mind. 90 A
-- Bei einer Scheinleistung S= 53 kVA, F = mind. 63 A
Dies sind alles Mindestbelastungen.
Figure
Hausanschluss
In der Abbildung ist der Anschluss eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung dargestellt.
Figure
Mehrfamilienhaus
In der naechsten Abbildung ist der Hausanschluss eines Mehrfamilienhause abgebildet.
2.1 Leitungsmaterial PVC: NYM, NYY (Kabel), Kupfer
2.2 Verlegeart C nach DIN VDE 0398 Teil 4, im Putz, unter Putz, in Waenden, hinter Wandverkleidungen
2.3 Spannungsfall 0,5% vom Hausanschlusskasten (Panzerkasten) bis zum Zaehler.
In Rheinland-Pfalz (RWE, Stadtwerke) ist nur die Zuleitung bis zum Zaehler in Wohngebäuden für den Spannungsabfall verantwortlich. Im Saarland (VSE) wird vor dem Zähler eine Trennvorrichtung im plombierten Bereich eingebaut. Von dort geht es an den "3-poligen Zählerklemmstein". An diesen mit Buchsen versehenen Klemmstein wird die Zuleitung zum Zähler verklemmt. Diese Buchse wird dann auf die Anschlußstifte des Zählers aufgeschoben. Dies dient dazu leichter einen Zählerwechsel vorzunehmen. Der Lasttrenner schaltet die gesamte Elektroanlage ab, ohne dass die Plomben am Hausanschlusskasten gelöst werden müssen.
2.4 Verlegung aus Feuerschutz-Gruenden ab Kellerdecke grundsaetzlich im Putz, nicht in stillgelegten Schornsteinen
2.5 Kurzschluss : zwischen HA und Zaehler, Spitzenstrom I = 25 kA; zwischen Zaehler und Verteilung Spitzenstrom I = 10 kA
In der Abbildung 6 ist dies erlaeutert. Die Groesse der nachfolgenden Sicherungen sind auch angegeben.
Figure
Kurzschlussstroeme
2.6 Selektivitaet
a)Schmelzsicherungen: Im Hausanschlusskasten (HA) sind Niederspannungshoch-leistungssicherungen (NH) angeordnet mit den Nennwerten: (Beispiel)
NH00 63 A
NH00 80 A
NH00 100 A
Die nachfolgenden Schmelzsicherungen der Betriebsklasse gL haben die Werte: bei NH00=63A -------> 35 A
bei NH00=80A --> 50 A
bei NH00=100A---> 63 A
Diese Werte sind gueltig fuer NH-, D-, DO-Sicherungen (Diazed, Neozed)
Die nachgeschaltete Sicherung ist 2 Stufen kleiner als die vorgeschaltete!
b) Schmelzsicherungen und Leitungsschutzschalter
Schmelzsicherung --> nachgeschaltet LS-Schalter mit B-Charakter
35 A -------------------16 A minimale Selektivitaet
63 A -------------------16 A zufriedenstellende Selektivitaet
Dies bedeutet, dass bei der Paarung 63- 16 der LS-Schalter den Stromkreis trennt, bevor die Schmelzsicherung reagiert.
c) Dimensionsbeispiele
Hausanschlusskasten -----> Zaehler
|
Leitungslaenge l (m) |
Querschnitt A (mm 2), Material |
NH 00 ,
|
|---|---|---|
|
10 |
10, Cu |
63 |
|
15 |
25, Cu |
100 |
|
15 |
16, Cu |
63 |
-----------------------------------------------------------------------------
1. Zeichne einen Hausanschluss fuer ein Haus mit 4 Wohnungen, die zugehoerigen Zaehler mit Hauptverteilung, Unterverteilung mit Sicherungsangaben, Querschnitten, Spannungsverlusten, maximalen Kurzschlussstroemen.
Der Abstand zwischen HA und Zaehler ist 15 m und zwischen Zaehler und Unterverteilung 12 m.
2. Nach welchen Gesichtspunkten werden die Leitungen dimensioniert?
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
__________________________________________________________
3. Wie wird eine minimale Selektivitaet zwischen vor- und nachgeschalteten erzielt.
__________________________________________________________
__________________________________________________________
4. Nenne die Kupferquerschnitte und die entsprechenden NH- Sicherungen fuer Leitungslaengen von 10 bis 15 m.
__________________________________________________________
__________________________________________________________
5. a) Wie wird die Selektivitaet zwischen Schmelzsicherung (NH, D, DO) und einem LS-Schalter erreicht?
__________________________________________________________
b) Gebe ein Beispiel an.
__________________________________________________________
6. Wie hoch darf der Spannungsfall zwischen HA und Zaehler maximal sein?
__________________________________________________________
7. Wie hoch darf der Spannungsfall zwischen Zaehler und Endverbraucher maximal sein?
__________________________________________________________
----------------------------------------------------------------------
3. Zaehleranordnung nach den TAB (DIN 18015 Teil 1
in gut zugaenglichen Raeumen; z.B.: Treppenhaus, besondere Zaehlerraeume
Zaehlerschrank: aus Metall, auf bzw unter Putz, nicht ueber Stufen
Zaehlerplaetze nach DIN 43870
Beruecksichtigung des nachtraeglichen Einbaus eines Steuergeraetes
Aufbau: oberer Anschlussraum, Zaehlerfeld, Tarifschaltgeraetefeld (TSG-Feld), unterer
Anschlussraum- Masse fuer die einzelnen Bereiche sind dem Bild zu entnehmen
Figure
Zaehlerschraenke
TSG = Tarif-Schalt-Geraet
Z = Zaehler
Figure
Zaehlerplaetze
In der Abbildung 8 ist der obere Anschlussraum fuer:
- Ueberstrom-Schutzeinrichtung,
- Schalter,
- Abzweigklemmen,
- Treppenlicht-Zeitschalter,
- Klingeltransformator geeignet.
Im unteren Anschlussraum koennen z.B.:
- Sicherungsunterteile fuer NH00 mit Sicherungseinsaetzen,
- Hutschienen,
- Hauptleitungsabzweigklemmen,
- D-Sicherungen,
- dreiphasig schaltbare Ueberstrom- Schutzeinrichtungen und
- dreipolige Ausschalter angeordnet werden.
4. Verbindungsleitung Zaehler -> Stromkreisverteiler
nach DIN 18015 Teil 1 (1984)
Auslegung als Drehstromleitung (Mehraderleitung, Mehraderkabel), Kupfer (Cu), mindestens 10 mm2, besser 16 mm2 ; Mindestbelastbarkeit 63 A
5. Stromkreisverteiler nach DIN VDE 0603
Zweck: - Verteilung auf Stromkreise
Aufnahme von Betriebsmitteln zum Schutz bei Kurzschluss und ueberlast
Schutz bei indirektem Beruehren sowie zum Trennen, Steuern, Regeln, Messen
5.1 Mit dem Zaehlerplatz zusammen nach DIN 43870 fuer ein Einfamilienhaus.
Hutschienen-Abstand = 112,5 mm
12 Teilungseinheiten je Geraetereihe = 12 * 18 mm = 216 mm
5.2 Installations-Kleinverteiler nach DIN 43871
Reihenabstandsmass 125 mm, zulaessig bis 4 Geraetereihen
unterer Anschlussraum mindestens 100 mm hoch
oberer Anschlussraum mindestens 115 mm hoch.
5.3 Freischalten des Stromkreisverteilers
--------> Trennvorrichtung fuer mindestens I = 63 A
Anbringungsorte: oberer oder unterer Anschlussraum des Zaehlers, Stromkreisverteiler
--------> Geraete: dreipoliger Ausschalter, Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, Summensicherungen (D, DO ), dreipoliger Leistungsschalter
5.4 Schaltvermoegen der LS-Schalter nach TAB 7.2 mindestens 6 kA
Kennzeichnung auf dem LS-Schalter bzw. Fehlerstromschalter FI
6000 ist das Nennschaltvermoegen in
A

Ueberstrom - Schutzeinrichtungen im Stromkreisverteiler
6.1 Licht-Steckdosen-Stromkreis DIN 18015; Leitungs-Schutzschalter verwenden
6.2 Geraetestromkreise DIN VDE 0641; genormte LS-Schalter; 25, 35, 50, 63 A verwenden
Verbrauchsmittel wie Geschirrspueler, Waschmaschinen, Trockner etc. werden behandelt wie normale Stromkreise.
6.3 Schmelzsicherungen DIN VDE 0636
6.3.1 2 Kriterien:
- Betriebsklasse zur Beschreibung der Abschaltkennlinie
- Bauart
- Betriebsklasse ----> besteht aus 2 Buchstaben
1. Buchstabe = die Funktionsklasse ,
Beispiele:
- g Ganzbereichssicherung
Sicherungen welche den Strom bis zu ihrem Nennwert, wenigstens dauernd fuehren koennen und Stroeme vom kleinsten Schmelzstrom bis zum Nennausschaltstrom ausschalten koennen.
g wird verwendet fuer ueberlastschutz und Kurzschlussschutz
- a Teilbereichssicherungen
Sicherungen welche den Strom bis zu ihrem Nennwert, wenigstens dauernd fuehren koennen und Stroeme oberhalb eines bestimmten Vielfachen ihres Nennstromes bis zum Nennausschaltstrom ausschalten koennen.
a wird verwendet fuer Kurzschlussschutz
Merke -> In Wohngebaeuden Funktionsklasse g
2. Buchstabe betrifft das zu schuetzende Objekt z.B.:
L = Kabel und Leitungen
M = Schaltgeraete
R = Halbleiter
B = Bergbau- Anlagen
Tr= Transformatoren
Beispiele:
gL Ganzbereich Kabel- und Leitungsschutz
gR Ganzbereich Halbleiter
gB Ganzbereich Bergbau
gTr Ganzbereich Transformator
aM Kurzschlussschutz Teilbereich Schaltgeraete
aR Kurzschlussschutz Halbleiter
6.3.1.1 Kennlinien von Schmelzsicherungen
a) Farbkennzeichnung ,DIN VDE 0100 Teil 600 (Nennwert Farbe)
6 gruen, 10 rot 16 grau, 20 blau, 25 gelb, 35 schwarz, 50 weiss, 63 kupfer, 80 silber, 100 rot
b) Abschaltzeiten der Sicherungen; 0,2 s und 5 s
Figure 10
Schmelzsicherung
a = sicherer Betriebsbereich
b = Schmelzbereich, Toleranzbereich
c = sicherer Ausloesebereich
Tabellenwerte: in A,
fuer Nennstrom der Sicherung und den Abschaltstroemen bei 0,2 und 5 s
|
Nennstrom IN |
Abschaltstrom Ia(0,2s) |
Abschaltstrom Ia(5s) |
|
|
|
|
|
6 |
60 |
28 |
|
10 |
100 |
47 |
|
16 |
148 |
72 |
|
20 |
181 |
88 |
|
25 |
270 |
120 |
|
32 |
332 |
156 |
|
35 |
367 |
173 |
|
40 |
410 |
200 |
|
50 |
578 |
280 |
|
63 |
750 |
351 |
c) Bauarten der Schmelzsicherungen
NH Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherung mit Messerkontakt (nur von einer Elektrofachkraft zu montieren und zu demontieren, spezielles Montagewerkzeug ist notwendig, eine persoenliche Schutzausruestung gegen elektrische Lichtboegen muss verwendet werden)
D Diazed (Schraubsicherung von "Laien bedienbar")
DO Neozed (Schraubsicherung von "Laien bedienbar")
-----------------------------------------------------------------------------------
1. Zeichne einen Zaehlerplatz fuer einen Zaehler im Massstab 1:5. Neben diesen Zaehlerplatz soll ein Stromkreisverteiler angeordnet werden. In diesen Stromkreisverteiler zeichne 5 Hutschienen fuer die Aufnahme von Betriebsmitteln ein. Bemasse alles.
2. Wie gross ist der Hutschienenabstand in der Verteilung?
__________________________________________________________
3. Wie gross ist das Reihenabstandsmass bei Kleinverteilern?
__________________________________________________________
4. Welche Masse sollte der untere Anschlussraum haben?
__________________________________________________________
5. Welche Masse sollte der obere Anschlussraum haben?
__________________________________________________________
6. Wie hoch ist das Mindestschaltvermoegen von LS-Schalter?
__________________________________________________________
7. Skizziere das Schaltzeichen fuer das Mindestschaltvermoegen.
8. Was bedeuten die Bezeichnungen g und a bei Sicherungen?
__________________________________________________________
__________________________________________________________
9. Welche Schmelzsicherungen muessen in Wohngebaeuden verwendet werden?
__________________________________________________________
10. Was bedeutet gL?
__________________________________________________________
11. Was bedeutet aR?
__________________________________________________________
12. Welche Kennfarben haben Schmelzsicherungen? (6.......50 A)
__________________________________________________________
13. Was bedeuten die Bezeichnungen: NH, D, DO ?
__________________________________________________________
__________________________________________________________
--------------------------------------------------------------------
6.3.2 Selektivitaet Schmelzsicherungen
- Grundvoraussetzung; Nur das fehlerhafte Anlagenteil, moeglichst nahe an der Fehlerquelle, wird abgeschaltet bei ueberlast und/oder Kurzschluss.
- Selektives Abschalten von in Reihe liegenden ueberstrom- Schutzeinrichtungen ist gewaerleistet, wenn sich die Abschaltkennlinien nicht beruehren oder schneiden.
- nach den Technischen Anschlussbedingungen TAB 7.3: muss Selektivitaet grundsaetzlich gegenueber den Sicherungen unter Plombenverschluss gegeben sein.
- Bedingung
I2 * t nachgeordnete Sicherung < I2 * t vorgeordnete Sicherung
Beispiel: F1 -> 35 A ; Ia = 367 A; F2 -> 16 A Ia = 148 A
IK = 200 A : 3672 > 1482
Beim Kurzschlussstrom 200 A schmilzt die Sicherung F2 zuerst.
Merke!
Beim Nennstromverhaelnis von 1:1,6 waehle die Betriebsklasse gL und die entsprechenden Sicherungsgroessen der Schmelzsicherungen.
Gueltig nach DIN VDE 0636 fuer NH, D, DO (fuer Nennstroeme > 16 A)
|
Vorgeordnete Sicherung |
Nachgeordnete Sicherung |
|
I N1 = 25 A |
IN2 = 16 A |
|
------------------16A * 1,6 = 25,6 A |
-----------------25A : 1,6 = 15,6 A |
|
IN1 = 35 A |
IN2 = 20 A |
|
---------------20 A * 1,6 = 32 A |
---------------35A : 1,6 = 21,9 A |
Regel
Zwei Stufen Differenz zwischen aufeinander folgenden Schmelz-Sicherungen waehlen!
Schmelzsicherungen sollten vom gleichen Hersteller stammen.
Dann kann das Verhaeltnis auf 1:1,25 verkleinert werden.
|
IN1 = 20 A |
IN2 = 16 A |
|
----------------16A * 1,25 = 20A |
---------------20A : 1,25 = 16A |
Hier braucht man also nur eine Differenzstufe!
Bei auslaendischen Fabrikaten (IEC-Normen) waehle als Verhaeltnis mindestens 1:2 bis 1:2,5.
6.3.3 Selektivitaet zwischen Leitungsschutzschalter und Schmelzsicherungen
- LS-Schalter nach DIN VDE 0641
Dieses Problem ist ungleich schwerer zu loesen als zwischen Schmelzsicherungen.
Deshalb muss zuerst der Aufbau und die genaue Funktionsweise der LS-Schalter geklaert werden.
In Kapitel 8 ist diesbezueglich genaueres ausgefuehrt
Es gibt verschiedene Typen: z.B. die Typen B, C, K nach der Norm: VDE 0641, VDE 0660, die Schaltcharakteristik und Arbeitsweise von Typ B: Schaltvermoegen betraegt
6 kA, mit Bildzeichen, 3....5 * IN ist das Toleranzband (frueher k-Faktor genannt)
Schaltvermoegen vom Typ C ist aehnlich wie der Typ B. Das Toleranzband betraegt 5....10 * IN.
Eine einfache Rechnung, wie die alten Elektriker es frueher machten, war die folgende: Verwende ich einen Leitungsschutzautomaten Type L, der Nenngroesse 16 A, dann loest dieser bei einem Strom von (k * 16 A =) 4 * 16 A = 64 A aus und trennt den Stromkreis.
-- B und C sind "deckungsgleich (s.Abb.)
-- K, ohne Bildzeichen, 8....14 * IN, besitzt verzoegerte Thermo-Bimetall-Ausloeser
-- Z , fuer Halbleiter, Messkreise, Spannungswandler
-- Charakteristik B: nach der alten Norm wurden genormt mit Typen L und H
-- Charakteristik C: nach der alten Norm genormt mit den Typen G, K, U
-- L, H, G sind aufgehoben; U wenig gebraeuchlich; K fuer leistungsstarke Netze
-----> Die Charakteristik B fuehrt in TN-Netzen manchmal zu Problemen.
Figure 11
LS-Kennlinie
Wirkt der Ausloesestrom ueber 5 Sekunden, dann wird mit einem Thermo-Bimetall-Ausloeser der Stromkreis unterbrochen. Unterhalb wirkt ein elektromagnetischer Ausloeser.
Das Bildzeichen der LS-Schutz schalter ist in Abb.12 dargestellt.
Figure Bildzeichen
In dem Bildzeichen bedeutet:
6000 = Nennschaltvermoegen 6000 A
3 = Selektivitaetsklasse (Strombegrenzungsklasse) nach VDE 0641. Es gibt drei Klassen. Drei ist fuer die hoechste Strombegrenzung. Normung erfolgt bis zum Nennwert 25 A.
Erklaerungen zur Charakteristik B
Thermo-Bimetall-Ausloesung
----> Die Kennlinie zeigt, dass etwa nach 120 Minuten bei einem Strom von 1,2....1,5 * IN der Schutzschalter ausloest.
Elektromagnetische Ausloesung
----> 5 Sekunden: Der Ausloesestrom betraegt 3...5 * IN.
Beispiel: Nennstrom des LS 16 A, Charakteristik B
Der Absachaltstrom liegt bei Ia = 48 A bis 80 A
Fliesst also ein solcher Abschaltstrom loest der LS-Schalter zwischen 0,2 und 5 Sekunden aus.
Fazit: Es muss im Fehlerfall dafuer gesorgt werden, dass diese Abschaltstroeme fliessen koennen.
8. Selektivitaet zwischen LS-Schutzschalter und Schmelzsicherungen
nach VDE 0641, VDE 0636
Reihenfolge: Schmelzsicherung ------> LS
Bedingung: der LS muss zuerst abschalten
Gesamtausschaltzeit < Schmelzzeit
Problem: Bei sehr hohen Kurzschlussstroemen ist die Schmelzzeit < Gesamtausschaltzeit der LS. Deshalb muessen die LS strombegrenzend sein. Man hat drei Strombegrenzungsklassen auch Selektivitaetsklassen entwickelt.
TAB: Die TAB verlangt die hoechste Klasse (3) mit dem Nennschaltvermoegen 6000 A.
In der Abbildung ist der Sachverhalt dargestellt.
Figure Selektivitaet

Am Schnittpunkt der Kennlinie des LS und der Schmelzsicherung beginnt das Problem der Selektivitaet. Diese Selektivitaetsgrenze soll also nicht erreicht werden.
Oberhalb der Grenze ist selektives Verhalten vorhanden.
Beispiel:
Im Hausanschlusskasten (HA) werden NH-Sicherungen mit 63 A verwendet. Nach dem Zaehler werden D- oder DO-Sicherungen mit dem Nennwert 50 A eingebaut. Im Stromkreisverteiler werden LS mit den Nennwerten 35 A, 25 A und 16 A eingebaut. Die Charakteristik sei B, die Selektivitaetsklasse ist 3 und das Nennschaltvermoegen 6000 A. Es soll das selektive Verhalten untersucht werden.
--> Die Schmelzsicherungen, nach deutscher Norm hergestellt, besitzen bei einer Stufe Differenz selektives Verhalten.
a) --> Kurzschluss nach F2 = 50 A, zwischen Zaehler und Verteilung
gegeben: ZS2 = 0,46 W (Schleifenwiderstand)
Kurzschlussstrom IK21 = 230 V/ 0,46 W = 500 A
Die Sicherung F2 = 50 A schmilzt in der Zeit t = 0,2...0,3s
Die Sicherung F1 = 63 A braucht wesentlich laenger.
Also loest die Sicherung F2 zuerst aus.
Besser ist natuerlich die Wahl 40 A oder 35 A fuer F2.
b) --> Kurzschluss hinter der Verteilung im Stromkreis F3 = LS-B25
gegeben: ZS3 = 2 W (Schleifenwiderstand)
Kurzschlussstrom IK3 = 230 V/ 2 W = 115 A
Die Sicherung F3 LS-B25 hat den Abschaltstrom Ia =3...5 *IN = 75....125 A
Der Leitungsschutzschalter schaltet ab.
Vorsicherung F2 = 50 A, Ia = 280....578 A
Die Vorsicherung loest nicht aus.
Vorsicherung F2 = 35 A, Ia = 173....367 A
Die Vorsicherung loest nicht aus.
c) gegeben: ZS3 = 1 W (Schleifenwiderstand)
Kurzschlussstrom IK3 = 230 V/ 1 W = 230 A
Die Sicherung F3 LS-B25 hat den Abschaltstrom Ia =3...5 *IN = 75....125 A
Der Leitungsschutzschalter schaltet ab.
Vorsicherung F2 = 35 A, Ia = 173....367 A
Die Vorsicherung loest dann auch aus.
Keine Selektivitaet gegeben!!
Merkregel:
Zwischen der vorgeschalteten Schmelzsicherung und dem nachgeschalteten LS-Schutzschalter sollten 2 Stufen liegen.
Tabelle:
|
Schmelzsicherung, Nennwert in A |
Leitungsschutzschalter LS, Nennwert in A |
Bewertung |
|
NH |
D, DO |
LS-B |
LS-C |
|
|
|---|---|---|---|---|---|
|
80 |
50 |
25 |
25 |
befriedigend |
|
|
63 |
40 |
20 |
20 |
befriedigend |
|
|
63 |
35 |
16 |
16 |
befriedigend |
|
|
63 |
40 |
25 |
25 |
befriedigend |
|
|
50 |
35 |
16 |
16 |
befriedigend |
|
NH = Niederspannungshochleistungssicherung
D = Diazed
DO = Neozed
---------------------------------------------------------------------
Aufgabenblaetter Installation 4
1. Was versteht man unter der Selektivitaet?
__________________________________________________________
2. Welche Bedingung gibt es fuer das selektive Verhalten von Schmelzsicherungen?
__________________________________________________________
3. Welche Abstufung sollten die Nennwerte fuer ein selektives Verhalten von Schmelsicherungen mit dem VDE-Zeichen haben?
__________________________________________________________
4. Welche Abstufung sollten die Nennwerte fuer ein selektives Verhalten von Schmelsicherungen mit dem IEC-Zeichen haben?
__________________________________________________________
5. Gebe Abstufungen von Schmelzsicherungen von ungleichen Herstellern in einer Tabelle an.
Vorsicherung folgende Sicherung
------------ ------------
------------ ------------
------------ ------------
------------ ------------
6. Welche Daten stehen auf dem Typenschild eines LS- Schutzschalters?
__________________________________________________________
7. Erklaere die Bezeichnung LS-B16A
__________________________________________________________
8. Erklaere die Bezeichnung LS-C16A
__________________________________________________________
9. Wie gross muss der Abschaltstrom fuer den LS-B20A sein?
__________________________________________________________
10. Wie gross muss der Abschaltstrom fuer den LS-C25A sein?
__________________________________________________________
11. Welche Abschaltzeiten sind festgelegt?
__________________________________________________________
12. Welches Problem kann entstehen, wenn Schmelzsicherungen und LS in Reihe geschaltet werden?
__________________________________________________________
13. Welche Abstufung zwischen Schmelzsicherung und LS sollte angestrebt werden?
__________________________________________________________
14. Gebe Beispiele fuer Abstufungen fuer NH, D und LS.
__________________________________________________________
15. Skizziere die Kennlinie fuer den LS.
16. Skizziere die Kennlinie fuer eine Schmelzsicherung.
---------------------------------------------------------------------------------------
9.1 feuersichere Trennung
z.B.: Feuchtraum-Schalter und Verbindungsdose auf Holz montiert sollen zur Befestigungsseite offen sein. Es werden Isolierstoffunterlagen 1,5 mm, Hartpapier auf Phenolharzbasis DIN 7735 VDE 0318 Hp 2063, Hartpapier auf Epoxidharzbasis DIN 7735 VDE 0318 Hp 2361.1, Hartglasgewebe auf Epoxidharzbasis Hgw 2372.1, Glashartmatte auf Polyester Hm 2471, verwendet.
9.2 Zugaenglichkeit der elektrischen Anlagen, 0,2....2 m ueber Zugangsebene
Stromkreisverteiler 1,1....1,85 m
9.3 Spannungsverschleppung in die Wand
Unterputzdosen nicht zu tief einsetzen, Putzausgleichringeverwenden , Deckel von Verbindungsdosen schraubbar DIN VDE 0606
9.4 Schutzarten von Betriebsmitteln nach DIN 40050
Man verwedet hier das IP Nummer-System. Beispiel:
a) IP 54: Die erste Ziffer bedeutet --------> Beruehrungs- Fremdkoerperschutz und hat die Zahlen 0...6. Die zweite Ziffer ist fuer den ----->Wasserschutz und hat die Zahlen 0......8. Mit steigender Zahl nimmt der Schutz zu. Wenn nur ein Schutz gegen Wasser notwendig ist genuegt zum Beispiel IP X4.
b) Symbole nach DIN 40050 Beispiele
Tropfwassergeschuetzt IPX1
Figure Schutzart
und regengeschuetzt IPX3
staubdichte Ausfuehrung IP6X
Figure IP6X
c) Zuordnung der Schutzarten von Schaltern und Steckdosen zu den einzelnen Raeumen
z.B.: Dusche ausserhalb der Schutzbereiche kann IP20 verwendet werden.
Im Schlafzimmer und in trockenen Raeumen kann IP20 angewandt werden.
In einer Werkstatt IP24 verwenden.
Schutz gegen mittelgrosse Fremdkoerper z. B. In der Waschkueche Betriebsmittel mit Schutzart IP25 verwenden, die wasserdicht und strahlwassergeschuetzt sind.
d) Symbole auf Betriebsmitteln nach DIN 30600
9.5 Schutzklassen I, II, III
Figure Schutzklasse
Es gibt die Schutzklassen I, II und III
Schutzklasse I: Schutzmassnahmen in Verteilungsnetzen mit Schutzleiter
Schutzklasse II: Schutzisolierung. Bei dieser Schutzart kann trotz hoher Spannung kein gefahrbringender Stromfluss entstehen
Schutzklasse III; Schutzkleinspannung (42; 24; 12; 9; 6; 4,5; 1,5 Volt Wechselspannung). Fuer Spielzeuge ist die maximale zulaessige Wechselspannung 25 V und die max. Gleichspannung 60 V.
10. Leitungen, Kabel DIN VDE 0298
a) Kennzeichnung mittels geschuetzter Kennfarben nach <VDE>, Harmonierungskennzeichen ;<HAR> Farben schwarz, rot, gold
Kurzzeichen fuer Kabel; Bauartkennzeichen Normtyp N, Adernzahl * Nennquerschnitt in mm2
Leiterform und Leiterart, Nennquerschnitt des Schirmes des konzentrischen Leiters, Nennspannung in kV, weitere Buchstaben hinter dem Bauartkennzeichen N: A = Ader
Beispiel:
NYY Isolierung aus PVC (Polyvinylchlorid) Kunststoffmantel aus PVC
Beispiel:
NYY -J 4*70 3m 0,6/1kV